Donnerstag, 1. September 2022

Tag 26: Casale Monferrato bis Carmagnola

Casale Monferrato bis Carmagnola:

Es geht noch dürftiger. Ich hab heute wieder Zwieback mit nix gegessen, dazu ein paar vertrocknete Kekse. ABER dann hat die Vermieterin auf einmal ein Croissant gebracht. Immerhin. Für einen zweiten Fingerhut Kaffee musste ich ein Bittgesuch einreichen. Anscheinend ist es nicht üblich, dass man mehr als zwei Schluck Kaffee in der Früh trinkt? Auch Wasser ist knapp. Ich hab ein Glas Wasser bekommen. Nachschub hab ich mir von der Wasserleitung geholt, wobei das Leitungswasser hier wirklich nicht schmeckt. Ich bin von Wien ein wenig verwöhnt mit der Trinkwasserqualität. Nachdem mein Frühstück knapp bemessen war, konnte ich auch früh starten.

Gerüstet mit Klopapier und Müsliriegel - beides kaufte ich gestern Abend beim Supermarkt ein - saß ich um 7 Uhr 36 bereits auf meinem Rad. Die Temperatur lag bei 18 °C. SEHR angenehm! Überhaupt war es heute nicht heiß. Zeitweise war es dicht bewölkt, dann zeigte der Himmel wieder blaue Flecken und ein wenig Sonnenschein. Zum Radfahren perfekt. Die Höchsttemperatur lag heute bei 29 °C, und die hatte es nur um die Mittagszeit.

Ich fuhr den kürzesten Weg zum Po, bog einmal links ab, um das linke Ufer (in Fließrichtung) entlang zu fahren. Und ... nicht schon wieder! PISTE die nächste.



4 km rumpelte ich auf Schotter, bevor ich wieder das Handtuch warf. Einmal Feldweg nach rechts, um einen Bauernhof herum, noch ein Feldweg nach rechts, noch einmal Feldweg nach links. Und ich erreichte die SP 31. Sie war vorerst nicht stark befahren, und ich konnte durch kleinere Ortschaften und Dörfer fahren. Und eine Tankstelle bot mir ein zweites Frühstück.

In Chivasso schob ich mein Rad durch die Innenstadt mitten durch einen Markt / Flohmarkt oder auch Stadtfest?




Diese Abschnitte fand ich richtig nett.

Je näher ich Turin kam, desto verkehrsreicher wurde die SP-Straße. Bei einem Kreisverkehr landete ich auf der Autobahn A4. Öhm ... Das war ein Zubringer zur Autobahn und gleichzeitig meine SP-Straße. Also fuhr ich einfach weiter. Jetzt bin ich schon SR-Straßen, SP-Straßen und SS-Straßen gefahren. Die A4 vervollständigte mein Repertoire. Auch gut. Nach 2 km verließ ich sie wieder und fuhr auf der SP 220 weiter. In Settimo Torinese, einem Vorort von Turin, wollte ich wieder auf meine SP11 auffahren. Diesmal durfte ich aber nicht. Fahrradfahren verboten! Das war das erste Mal, dass ich so ein Schild sah. Ich hielt mich dran und fuhr auf ganz normalen Straßen weiter. Bei einem Café am Straßenrand kaufte ich mir noch ein mittägliches Sandwich, bevor ich nach Turin hineinfuhr.

Hier steuerte ich wieder den Po an und blieb am Poradweg. Der ist in Turin zwar größtenteils auch ein Sandweg und kein asphaltierter Radweg. Aber er ist wenigstens nicht geschottert. Und der Blick immer wieder auf den Po und auf die Landschaft entlang des Flusses war sehr schön! Für eine Besichtigung von Turin reichte die Zeit nicht. Aber das hatte ich ja von Anfang an nicht vor. Eine Besichtigung hol ich nächstes Jahr nach.








Apropos Schotter, Sand und Co.:
Man nehme Sonnencreme (damit man nicht gleich wieder eine Sonnenallergie bekommt), rumpelt ein bissl auf Sand-/Schotterradwegen. Und schon ist man paniert. Fertig ist das Schnitzel! Ich war heute ziemlich paniert unterwegs.

Den Poradweg muss ich überarbeiten. Es gibt ja Kartenmaterial dazu. Das liegt aber in Graz. Und so fahr ich auf meiner gespeicherten Route (Variante A) oder eben nicht, wenn mir die Pisten zu mühsam werden. Ich muss mir nach der Tour mein Kartenmaterial noch einmal anschauen, ob die Alternativen brauchbarer wären oder wie die Beschreibungen und Tipps dazu sind. Aber jetzt bin ich einstweilen fertig mit dem Poradweg. Ich fuhr ihn heute noch bis zum Stadtrand von Turin und verließ ihn dann, um auf der SR20 in südlicher Richtung weiterzufahren. Dabei fuhr ich teilweise in der Nähe des Po und überquerte ihn sogar einmal.




Mein Etappenziel Carmagnola erreichte ich um 16 Uhr 15. Mein Quartier - diesmal wieder ein besseres Hotel - erreichte ich um 16 Uhr 24.

Der Ort Carmagnola liegt ungefähr 25 km südlich von Turin (Stadtgrenze). Dadurch verkürze ich meine nächste Etappe entsprechend. Mir steht nämlich noch eine Hürde bevor. Aber zuerst mach ich einmal PAUSE in Carmagnola. Mein Rad bleibt in der Garage!

Mittagessen: Sandwich in einem Café in Settimo Torinesi
Übernachtung: Hotel Italia - Zimmer sehr groß, WLAN funktioniert super. Preis leistbar!
Abendessen: Menü im Hotel bestehend aus Cordon Bleu mit Salat und Sabayone zum Dessert.
 
Gesamtstrecke 107,52 km
Zeit in Bewegung 6 h 03'
Gesamtzeit 8 h 46'
Temperatur in der Früh 18 °C, tagsüber bis zu 29 °C
Sonne am Vormittag, teilweise bewölkt ab Mittag

Summe aller Steigungen: 262 m
Höhe Casale Monferrato: 121 m ü NHN
Höhe Carmagnola: 239 m ü NHN

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