Über den Dächern von NIZZA :-)
Nizza (französisch Nice, nissart Nissa/Niça, italienisch Nizza) ist eine Hafenstadt in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Nizza ist Sitz der Präfektur und Hauptstadt des Départements Alpes-Maritimes. Zusammen mit 48 weiteren Gemeinden bildet Nizza die Métropole Nice Côte d’Azur. Nizza ist mit 342.295 Einwohnern (Stand 2013) die fünftgrößte Stadt Frankreichs. Die Bevölkerungszahl mit Umland beträgt 930.000 Einwohner.
Die Stadt wurde von den Griechen gegründet und war im 19. Jh. ein beliebter Erholungsort der europäischen Oberschicht. Zudem zieht Nizza schon seit Langem Künstler an: Im Musée Matisse sind Gemälde aus der gesamten künstlerischen Laufbahn von Henri Matisse zu sehen, der einen Teil seines Lebens in Nizza verbracht hat. Das Musée Marc Chagall zeigt einige der bedeutendsten religiösen Werke des gleichnamigen Malers.
Die Gegend des heutigen Nizza war bereits vor 400.000 Jahren besiedelt. 1965 stieß man bei Ausschachtungsarbeiten auf zahlreiche Artefakte, die heute im Museum Terra Amata ausgestellt sind. Vor 190.000 bis 130.000 Jahren lebten hier Neandertaler, deren Überreste man in der Grotte du Lazaret ausgegraben hat.
Im vierten Jahrhundert v. Chr. (um 350 v. Chr.) besiegten die Phokäer aus der Gegend um Marseille die Ligurer und gründeten Νίκαια Níkaia ("die Siegreiche", nach der Siegesgöttin Nike). Im Jahre 154 v. Chr. setzten sich die Römer in der Gegend fest. Der Ort war damit ein regionaler Verwaltungsmittelpunkt und erlebte insbesondere durch den Bau der Via Julia Augusta (7 v. Chr.) einen Aufschwung, sodass etwa zu dieser Zeit der Stützpunkt zur Stadt anwuchs.
Die Provence fiel 508 an die Ostgoten, 536 an das Frankenreich. 813, 859 und 880 wurde Nizza von sarazenischen Angreifern geplündert, die vom Meer herkamen. Auch in der Folgezeit (z. B. im Jahr 943) war die Stadt den Angriffen der Muslime ausgeliefert.
1144 wird ein Stadtrat ("Consulat") erwähnt, 1176 eine erste Stadtverfassung. Nizza blieb allerdings weiter der Grafschaft Provence unterstellt. Im 13. Jahrhundert machte sich zunehmend die Konkurrenz zu Genua bemerkbar, das um 1215 sogar kurzzeitig die Oberhoheit über die Stadt erlangte. 1295 erfolgte die Gründung der Stadt Villefranche nahe bei Nizza mit einem Stützpunkt zur Bekämpfung der Piraterie. 1385 kam es nach dem Tod der Landesherrin Johanna I. zu Erbfolgewirren, als Karl von Anjou und dessen Vetter Karl von Durazzo die Grafschaft Provence für sich beanspruchten. Im Jahre 1388 einverleibte Herzog Amadeus VII. von Savoyen den östlichen Teil der Provence als Terre Neuve de Provence und später als Grafschaft Nizza (frz. Comté de Nice) seinem Herzogtum. Aufgrund seiner strategischen Lage wurde die Stadt stark befestigt und war in der Folge immer wieder umkämpft.
Im Jahre 1600 ließ Heinrich IV. die Stadt belagern. Anlässlich des Friedens von Lyon von 1601 verblieb Nizza beim Herzogtum Savoyen. 1691 nahm Ludwig XIV. Nizza und die Region ein, zugleich übernahm er den Titel eines Grafen von Nizza. 1744, im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekriegs, eroberten französisch-spanische Truppen die Grafschaft, die allerdings im Aachener Frieden von 1748 erneut Savoyen zugesprochen wurde. Nach einer Volksabstimmung wurde 1793 die Grafschaft an Frankreich angegliedert und zum 85. Département mit dem Namen Alpes-Maritimes erhoben.
Mittlerweile war die Stadt als Sommerfrische der Briten etabliert. Zunehmend logierte hier auch der europäische Hochadel. Der Aufschwung als Touristenziel wurde von einer entsprechenden Industrialisierung begleitet. Während der Anteil der Briten in der Stadt nach und nach zurückging, stieg der von Immigranten aus den früheren französischen Kolonien besonders nach dem Zweiten Weltkrieg an.
Impressionen aus Nizza:





































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