Mailand bis Wien mit dem Nachtzug:
Es ist unglaublich!
Ich checkte um 9 Uhr im Hotel aus und fuhr frühstücken. Anschließend drehte ich noch eine ausgedehnte Runde mit dem Rad durch die Stadt. 2 Stunden vor Abfahrt meines Zuges war ich schon in Bahnhofsnähe und vertrödelte die Zeit. Gerüstet mit Mineralwasser schleppte ich schließlich mein Rad und mein Gepäck über die Treppen (auch im Bahnhof Milano Lambrate gibt es keine Aufzüge) zum Gleis 7. Das richtige Gleis konnte ich im Fahrplan eruieren. Garantie darauf hatte ich allerdings keine.
11 Minuten vor Abfahrt des Zuges stand auch mein Gleis 7 auf der Anzeigetafel im Bahnhof. Es blieb also dabei. Ich konnte mein Rad zerlegen. Der Nightjet hat keine Fahrradabstellplätze, ich hatte aber ein ganzes Abteil für mich alleine reserviert, um mein Fahrrad ins Abteil nehmen zu können.
Der Zug fuhr etwas verspätet ein. Und dann ging es los. Wo ist mein Waggon? Ich rannte 6-mal den ganzen Zug hin und her. Samt Gepäck und gefaltetem Fahrrad. Ein Jugendlicher erbarmte sich meiner und trug ab der vierten Runde mein Rad. Hin und her. Der Wachtel vorne schickte mich nach hinten. Der Wachtel hinten schickte mich nach vorne. Der Zug fuhr geteilt. Ein Teil nach München, ein Teil nach Wien. Und von den beiden Zugbegleitern wusste keiner, welcher Teil wo abgekoppelt wird und wo ich für Wien einsteigen musste. Gibt's denn so etwas? Dabei stand die Waggonnummer auf meinem Ticket. Waggonnummer 416 folgte auf Waggonnummer 180. Das muss man erst einmal wissen. Die beiden Zugbegleiter wussten das anscheinend nicht.
Leicht aufgelöst saß ich nach meinen Extrarunden in meinem Abteil samt Fahrrad und Gepäck!
Mama mia!
Aufgrund der Verspätung in Mailand kam der Zug natürlich auch verspätet in Wien an. Um 11 Uhr 33 rollte er in Wien Hauptbahnhof ein. Ich musste nur noch aussteigen, mein Rad wieder zusammenbauen und beladen, um nach Hause zu fahren. Vorher kaufte ich mir am Hauptbahnhof noch ein "g'scheites" Frühstück.




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