Mittwoch, 17. August 2022

Tag 12: Postojna bis Triest

Postojna bis Triest:

In der Früh hab ich aus dem Fenster geschaut und tatsächlich Nebel gesehen! Eine dicke Nebelsuppe. Die Frühtemperatur lag bei 19 °C. Das Frühstück war mäßig, aber ich hab schon schlechter gegessen. Immerhin wurde ich satt.

Ich fuhr um 8 Uhr 07 los. Der Nebel hatte sich ein wenig gehoben, Nebelschwaden hingen aber noch immer am Horizont. Vom Hotel aus gleich nach links zur Bundesstraße 409. Und da blieb ich bis Divaca, um auf die 205 zu wechseln. Einen Radweg neben der Hauptstraße hatte ich nur bis zur Stadtgrenze von Postojna. Danach war es vorbei mit Radwegen.
 




 
Bin ich froh, dass ich heute diesen Berg nicht rauffahren musste!

Zuerst fuhr ich ein wenig auf und ab, bevor es endgültig in die Niederungen ging. Ich radelte durch Wälder genauso wie durch Dörfer. Landschaftlich richtig schön.
 




Kurz vor der slowenisch-italienischen Grenze sah ich ein Schild, das zum Gestüt von Lipica führte. Meine heutige Etappe war kurz, so dass ich Zeit genug hatte, um dem Gestüt einen Besuch abzustatten und die Pferde zu bewundern. Leider zeigten sie sich nicht aus der Nähe.







Google gibt Auskunft:
Das Gestüt Lipica ist ein Gestüt im Ortsteil Lipica in der Gemeinde Sezana. Der Ortsteil ist der Namensgeber für die Lipizzaner-Pferde. Die Geschichte des Gestüts ist eng mit denen der Lipizzaner verbunden und reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das Gestüt wurde um 1580 von Erzherzog Karl gegründet, da der Habsburger Adel für Paradeauftritte immer wieder Pferde brauchte. Die Zucht der weißen Lipizzaner war bereits anfänglich sehr erfolgreich. Es handelte sich um eine Kreuzung andalusischer Hengste mit einheimischen Stuten. Deren Gelehrsamkeit und Robustheit brachte die Pferde zunächst zu Dressurzwecken nach Wien. Sie wurden später vor allem in der Spanischen Hofreitschule beim kaiserlichen Hof vorgeführt.

Ich merkte, dass ich mich der italienischen Grenze näherte. Die Sprache änderte sich. Manche Schilder wurden zweisprachig. Und da war sie schon:
 

Das Meer entdeckte ich auch bald.
 


Triest ist von Hügeln umgeben. Kein Wunder, Triest liegt zwischen der Adriaküste und dem Karst an der Grenze zu Slowenien. Beim Blick aufs Meer war ich noch auf 267 m Höhe. Aber danach ging es rasant bergab, bis ich mitten in der Stadt war.
 

Mein Navi führte mich zum Hotel, das ich bereits um 12 Uhr 21 erreichte. Ich konnte auch gleich einchecken.

Meine heutige Etappe war abwechslungsreich und richtig schön.

Mittagessen: nix
Übernachtung: Hotel Albergo alla Posta - ein etwas ältliches Gebäude, Zimmer in Ordnung, ruhige Lage. WLAN funktioniert etwas holprig, ich flieg immer wieder raus. Preis gehoben (war zu erwarten)
Abendessen: ich war in der Stadt am Canal Grande essen - Meeresfrüchtesalat delikat, Brot vertrickert, Kaffee sehr gut.

Gesamtstrecke 54,33 km
Zeit in Bewegung 3 h 02'
Gesamtzeit 4 h 13'
Temperatur in der Früh 19 °C, tagsüber bis zu 30 °C
in der Früh Nebel, der sich bald gelichtet hat und strahlendem Sonnenschein Platz gemacht hat
Jetzt (21 Uhr 30) ist es noch immer dampfig, schwül und warm.
 
Summe aller Steigungen: 328 m
Höhe Postojna: 548 m ü NHN 
Höhe Triest: 13 m ü NHN
 












 
 
 
 
 
 
 
Nach dem Einchecken im Hotel und einer notwendigen Dusche peilte ich den Kai an, um das Meer aus der Nähe zu sehen :-) Ich spazierte den Kai entlang ...









... bis zum Bahnhof Campo Marzio, dem ehemaligen Staatsbahnhof von Triest. Hier ist seit 1984 das Eisenbahnmuseum untergebracht. Im Speziellen interessierten mich die Ausstellungsstücke bzw. Erinnerungsstücke der Bahnlinie Parenzana. Im Außenbereich sind auf einigen der ehemals 24 Gleisen Lokomotiven, Waggons und Straßenbahnen ausgestellt. Leider ist das Museum wegen größerer Renovierungsarbeiten noch immer geschlossen. Schade!
 





 
 

Der Bahnhof Campo Marzio war einst Ausgangspunkt der Lokalbahn Triest-Parenzo - der Parenzana oder Parenzaner Bahn. Heute wird die ehemalige Bahntrasse (wie eingangs erwähnt) als Radwanderweg ("Weg der Gesundheit und Freundschaft") genutzt. Dieser Bahntrassenradweg hat seinen Ausgangspunkt historisch bedingt beim Bahnhof Campo Marzio. Ich fand auch gleich das Radwegschild neben dem Bahnhofsgebäude, auch wenn dieses erste Schild ein wenig unscheinbar ist.
 


Anschließend fand ich am Canal Grande ein kleines Lokal mit Tischen im Freien und gönnte mir einen Meeresfrüchtesalat mit Brot. Das Eis danach blieb natürlich auch nicht aus.
 
 
Abendimpressionen aus Triest:
 


 


2 Kommentare:

  1. Klingt nach einem coolen Tag. Wir sind ja quasi aneinander vorbei gefahren mit ein paar Stunden Unterschied (Postojna) lgm

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    1. Da hättest hupen und winken müssen! Echt wahr? Ihr wart auf dem Rückweg?

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