Sonntag, 14. August 2022

Tag 9: Maribor bis Celje

Maribor bis Celje:

Der Regen war am Abend schon vorbei. In der Früh schien die Sonne bei blauem Himmel. Und auch der Wetterbericht meldete Sonne pur für den ganzen Tag. Perfekt. Das Frühstück war eher dürftig, der Kaffee durchsichtig. Ich war mir zuerst gar nicht sicher, ob in der Kanne Tee oder Kaffee war.

Bei angenehmen 17 °C fuhr ich los. Der EuroVelo 9 war gleich ums Eck, und ich verließ die Stadt.



Anfangs fuhr ich (wieder) auf dem Radweg neben der Bundesstraße. Aber bald war ich eigentlich mehr auf der Straße als auf Radwegen unterwegs. Somit konnte ich auch die Infrastruktur der Straßen nutzen - Tankstelle zum Kauf eines etwas "g'scheiteren" Kaffees, eines Müsliriegels, sanitäre Einrichtungen - und fuhr immer wieder durch kleine Ortschaften.




Die Bundesstraße 430 war die Devise :-)

Es dauerte nicht lang und es begann hügelig zu werden. Ich muss ja ÜBEN für die noch bevorstehenden Anstiege. Und in der Ebene kann man nicht üben. Also auffi auf den ersten Berg.





Ob bergauf oder bergab, angeschrieben waren 10 %, 12 %, 14 %, 15 %, 18 %. Die 18 % bezweifle ich. Mein Navi zeigte mir maximal 15 % an. Die Anstiege waren allerdings nie lang, immer nur kurz und knackig. Der "Berg des Tages" hatte einen Anstieg von 150 Höhenmetern und führte zu einem netten Lokal, das sich mir buchstäblich in den Weg legte. Und was sich in den Weg legt, sollte man beachten. Richtig?





Nachdem der offizielle EuroVelo 9 immer nur auf der Straße oder neben der Straße verlief, beschloss ich kurzerhand, ein ganzes Eck abzuschneiden, so dass ich meine Gesamtstrecke auf 63,38 km (statt 91 km) verkürzte. Nachdem die morgige Etappe wieder um die 100 km sein wird, war mir der Abschneider ganz recht. Ab der Mittagspause ging's somit nur noch bergab bis Celje.

Ähm.... Moment. STOPPPPP! Was ist das denn?


Mir hat einmal ein Radfahrer, den ich auf einer Fähre traf, gesagt: "mit dem Rad ist man schnell genug, um voranzukommen, und langsam genug, um sich etwas anzusehen." Und genau so ist es! Wenn man mit dem Rad unterwegs ist, sieht man während der Fahrt die Landschaft, Flüsse, Bäche, Wiesen, Felder, Wälder, man sieht Ortschaften, ländliche Wohnhäuser, bröckelnde Hausfassaden, winzige Gassln, Kapellen, Kirchen und sogar Eidechsen am Wegesrand.

Der letzte Abschnitt bis Celje war noch einmal richtig schön. Viel Wald, ab und zu eine Ortschaft. Und dazu das perfekte Wetter.








Celje erreichte ich um 13 Uhr 37, das vorgebuchte Hotel an der Savinja um 13 Uhr 58. WLAN funktioniert super! Sobald meine Haare trocken sind, mach ich mich auf die Pirsch und erkunde die Stadt :-)

Mittagessen: gemischter Salat in einem netten Lokal direkt auf meiner Route
Übernachtung: Hotel Evropa - Zimmer sehr gut, ruhige Lage, Frühstück ab 6 Uhr. WOW! Ich brauch gar nicht verhandeln. Billig ist es allerdings nicht
Abendessen:  schaumamal

Nachtrag: Ich hab einen ausgedehnten Rundgang durch die Innenstadt und entlang der Savinja gemacht. Abendessen war ich dann in einem der Lokale in der Fußgängerzone. Nicht billig, aber seeeeeeehr gut!


Was das wohl ist ....











Gesamtstrecke 63,38 km
Zeit in Bewegung 3 h 50'
Gesamtzeit 5 h 47'
Temperatur in der Früh 17 °C, tagsüber bis zu 28 °C
den ganzen Tag über Sonne pur bei angenehmen Temperaturen

Summe aller Steigungen: 488 m
Höhe Maribor: 262 m ü NHN
Höhe Celje: 241 m ü NHN

5 Kommentare:

  1. Hallo Radlerin….Wetter dürfte passen, und am Hungertuch nagst Du auch nicht. Du hast Recht….wenn man mit dem Rad oder zu Fuß unterwegs ist, sieht man viel mehr, wie mit Auto etc…. Weiter viel schöne Erlebnisse und….pass auf Dich auf….

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  2. Hallo…ja das war von mir usm Ländle……

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  3. ich hab gerade gegrübelt, wer anonym ist :-) Hallo ins Ländle

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  4. Slowenien hat wirklich schöne Abschnitte. Man muss nur runter von der Autobahn. Mangoldpasta muss ich probieren (Foto Speisekarte). Lgm

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    1. Pasta mit Mangold und Parmesan. Ja, das klingt gut!

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