Montag, 15. August 2022

Tag 10: Celje bis Ljubljana

Celje bis Ljubljana:

Kaiserwetter. Wie sagt man so schön? Wenn Engel reisen. Kaiserlich war auch mein Frühstück. Heute hat wirklich nichts gefehlt. Mir fällt zumindest nichts ein. Brot in verschiedenen Varianten, Weckerl von dunkel bis hell, verschiedene Käsesorten, Mozzarella, Wurstsorten, Schinkensorten, Lachs, Rohkost, eingelegte Paprika, Eier hart oder weich gekocht und als Eierspeis, Marmelade, Obst, Obstsalat, Müsliecke, Joghurt in allen Varianten, Mehlspeisen, Topfencreme und ich weiß nicht was noch alles. Sogar der Kaffee war passabel. Und der Orangensaft frisch gepresst. Was will man mehr.

Gesättigt und gestärkt fuhr ich bei angenehmen 17 °C los. Meine Route war gleich ums Eck, und ich konnte auf dem gewohnten Radweg neben der Straße die Stadt verlassen. Und schon war ich auf einem wirklich schönen Radweg! Keine Straße mehr, kein Pseudo-Radwegstreifen neben der Hauptstraße, sondern ein richtiger Radweg entlang der Savinja. Entweder fuhr ich direkt am Wasser entlang, oder der Radweg führte mich durch einen Waldabschnitt und durch Wiesen. Bis Globoko (fast 20 km) konnte ich auf diesem Radweg fahren und genoss die Landschaft. Wirklich toll!



Die Natur und ihre Wunder ...






Nur in Lasko schickte mich der Radweg kurz durch den Ort. Leider war auf dem Platz, wo sonst ein Markt sein sollte, gähnende Leere. Schade.




In Rimske Toplice verließ ich die Savinja und fuhr über den Berg des Tages. Ich wählte die Alternativroute über die Landesstraße 221, die so gut wie nicht befahren war, anstelle des steileren und höheren Anstiegs über den offiziellen EuroVelo 9 durch den Wald. Ich hatte nur 220 Höhenmeter. Nix Aufregendes. Vor allem ging es nur moderat bergauf.





Von nun an ging's bergab :-) Bis zum Ufer der Save! Ich erreichte die Save in Podkraj und überquerte sie gleich.




Für's erste musste ich die Save auf der Bundesstraße 108 entlangfahren. Das war weniger spannend. Kein Fahrradstreifen, ich musste auf der Straße fahren, die doch relativ stark befahren war.



17,5 km musste ich auf der B 108 bleiben, bevor ich in Sava die Seite wechseln konnte und mich der EuroVelo 9 wieder auf verkehrsarme Straßen schickte. Dieser Abschnitt war wieder richtig schön. Wälder, Wiesen, Weiden, Dörfer. Und immer wieder Blick auf die Save. Richtig schön!





Meine Mittagspause gönnte ich mir in Litija in einem Café an einer Brücke über die Save. Ham and Eggs mit viel Fett, dazu Weißbrot. Zum Abschluss sehr guten Kaffee.

Kurz nach Litjia ging der brüchige Asphalt in eine frisch geteerte Straße über. Ich staunte!




Wenn es denn nur beim Asphaltieren geblieben wäre ...  

Ich bin diese Etappe und auch die morgige bereits letztes Jahr im Herbst gefahren. Allerdings bei Regen, so dass ich meine Tour abgebrochen habe. Auf diesem Abschnitt war letztes Jahr eine riesengroße Baustelle, ich musste mein Rad über die Schotterhalde und Schutthaufen schieben und heben. Das ist nun das vollendete Werk:



Ich finde es ja in Städten gut, dass Fahrradwege, Fußwege, Zebrastreifen mit roten und weißen Markierungen und Symbolen gekennzeichnet werden. Aber mitten im Wald? Das haut den ganzen Blick in die Natur z'sam. Muss das sein?




Um 15 Uhr 10 erreichte ich die Stadtgrenze von Ljubljana. Bis ich beim Hotel war, fuhr ich aber zuerst noch auf Radwegen die Ljubljanica entlang und durch Parkanlagen der Stadt. Richtig idyllisch!






Frage an die, die sich auskennen: Was ist das?


Um 16 Uhr 20 erreichte ich mein vorgebuchtes Hotel, wobei ich das Gebäude zuerst 3 Mal umkreiste, weil ich mir nicht sicher war, ob DAS mein Hotel war? Da stand Fitness Center, Sauna, Gymnastik Center ... brauch ich das jetzt? Bis ich bei meiner vierten Runde ganz klein die Zeile "Sport Hotel Ljubljana" entdeckte. JAAAA! Das ist wirklich mein Hotel. Fitness lass ich aus, die Snack Bar im Haus werde ich allerdings aufsuchen.

Bis auf die B 108 war die heutige Etappe richtig schön! Landschaftlich schön, abwechslungsreich und gut zu fahren. Anspruchsvoll war sie auch.

Mittagessen: Ham and Eggs in einem Café in Litija.
Übernachtung: Sport Hotel Ljubljana - Zimmer in Ordnung, ruhige Lage, Frühstück ab 7 Uhr. Passt :-). WLAN funktioniert sehr gut. Relativ preiswert für die Lage und die Leistung.
Abendessen: schaumamal, was die Snack Bar zu bieten hat.

Nachtrag: Tiefkühlpizza, das Mineralwasser hat gut geschmeckt. Und der Kaffee auch.

Gesamtstrecke 97,37 km
Zeit in Bewegung 6 h 10'
Gesamtzeit 8 h 32'
Temperatur in der Früh 17 °C, tagsüber bis zu 29 °C
den ganzen Tag über sonnig mit meist angenehmen Temperaturen, da ich meistens im Schatten fahren konnte

Summe aller Steigungen: 739 m
Höhe Celje: 241 m ü NHN
Höhe Ljubljana: 293 m ü NHN

4 Kommentare:

  1. Da bekommt man richtig Lust drauf. So eine schöne Landschaft und Du hast Recht…..braucht man im Wald solche Markierungen….leider Vorschrift is Vorschrift….liebe Grüße uschi

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  2. Das ist ein Biber? Lgm

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