Poreč bis Triest:
Mein Privatzimmer hat ja kein Frühstück
angeboten. Ich hab mich aber gestern Abend noch auf googlemaps schlau gemacht, wo ich mir in der Früh ein Frühstück organisieren kann. Die Wahl fiel schließlich auf einen Bäcker, bei dem ich auch einen Kaffee bekam. Der Tag war gerettet!
Um 6 Uhr 58 fuhr ich los. Das ist kein Tippfehler! Aber ich war ja noch frühstücken. Ofenwarmes weißes Weckerl mit Topfenfülle, anschließend einen noch warmen Krapfen. Naturjoghurt, eine Banane, Mineralwasser und - wie oben schon erwähnt - Kaffeeeeeeee.
Bis ich gefrühstückt hatte, war es 7 Uhr 45. Und ich fuhr los. Auf dem direkten Weg auf die D75. Anfangs konnte ich auf einem Radweg neben der Fahrbahn fahren, auch in den folgenden größeren Orten bot sich mir ein Radweg neben der Straße. Aber sonst fuhr ich direkt auf der Hauptverkehrsstraße, die zu früher Stunde noch relativ leer war. Aber bald war ich mit vielen Autos, Wohnwagen und LKWs auf der Küstenstraße unterwegs. Vorbei war es mit der Idylle der letzten 3 Tage. Teilweise konnte ich aufs Meer schauen, da die D75 entlang der Küste verläuft. Aber eigentlich musste ich mehr auf die Straße schauen und das Meer links liegen lassen.
Wenn ich das Meer bewundern wollte, musste ich mir eine Wiese neben der Straße suchen oder einen Feldweg, der abzweigte.
Einen Vorteil hat das Fahren auf der Straße schon: die Infrastruktur samt Kaffee Nummer 2 und Mineralwasser Nummer 3.
Das ist aber auch der einzige Vorteil. In Križine verließ ich kurz die D75, um das Meer ganz aus der Nähe zu sehen.
Bei meiner Rückkehr auf die D75 hatte ich jedoch endgültig genug vom immer dichter werdenden Verkehr auf der Küstenstraße und machte in Umag einen Schwenk nach rechts in Richtung Valica. Hier beschloss ich nämlich kurzerhand, auf der Parenzana weiterzufahren! Ja, wirklich! Ursprünglich hatte ich vor, ab Portoroz auf der Parenzana zu fahren, aber angesichts der vielen Autos und LKWs disponierte ich um und nahm sogar noch einmal 3 km kroatische Piste in Kauf, bevor ich auf der gesamten slowenischen und auf der gesamten italienischen Parenzana radelte. Auf Asphalt war ich ja flott unterwegs, somit konnte ich die Strecke bis Triest an einem Tag machen.
Die schottrige Kehre:
Das Tor zu Beginn des kroatischen Abschnitts:
Ich fuhr wieder an den Salinen vorbei, in Portoroz durch zwei Tunnels, den FKK-Strand entlang, durch Koper (ohne Regen) und passierte auch die italienische Grenze, bis ich in Muggia auf die Bundesstraße geleitet wurde. Im Nachhinein betrachtet - nach der Wiederholung des slowenischen und des italienischen Abschnitts - muss ich sagen, der kroatische Teil der Parenzana gefällt mir bei weitem besser. Auch wenn er anstrengender ist, hat er doch viel mehr Ursprünglichkeit, ist nicht in einen asphaltierten und markierten Familienradweg umgewandelt worden, er hat mehr Flair, ist naturbelassener und bietet auch viel mehr historische Sehenswürdigkeiten. UND: nicht zu vergessen hübsche und sehenswerte Ortschaften wie Grosnjan und Motovun!
Mittagspause machte ich in Izola am Meer und musste feststellen, dass ich keine Kuna mehr brauchte. In Slowenien nimmt man keine Kuna. Na super, und jetzt hab ich 800 Kuna übrig, die ich nicht mehr brauche. Zahlen konnte ich Gott sei Dank mit der Karte.
Den Stadtrand von Triest erreichte ich ungefähr um 15 Uhr - ich hab vor lauter Hauptstraßen, Kreisverkehren, 2 bis 3 Spuren vollgestopft mit Autos, Aufpassen wo ich abbiegen muss, nicht genau auf die Uhr geschaut. Mein Hotel erreichte ich um 16 Uhr. Da hab ich genau geschaut. Meine erste Frage an der Rezeption war abgesehen von der WLAN-Frage die Frage nach einem Handy-Shop. Ich hab mir nämlich eine prepaid-Karte für 150 GB gekauft, da meine Daten am Ende sind und ich erst am 1. September wieder mein neues Kontingent hab. Da mein Handy Dual-SIM hat, kann ich mit einer zweiten SIM-Karte bequem Daten kaufen, ohne meine eigene Nummer aufgeben zu müssen. Ein chinesischer Shop (wie kann es anders sein?) ums Eck bietet so etwas. Beim Bankomaten war ich auch gleich bei der Gelegenheit, da ich auch in Italien mit Kuna nicht weit komme. Somit bin ich gerüstet für die Weiterfahrt.
Mittagessen: Riesenschüssel Salat mit Shrimps im Rock 'n Roll Café in Izola direkt am Meer
Übernachtung: Hotel Milano - Zimmer sauber und gut. WLAN
funktioniert sehr gut. Preis gehoben (nicht verwunderlich in Triest)
Abendessen: sehr gut! Gegessen hab ich Spaghetti mit Tomaten und Parmesan, dazu Salat in einem der vielen Lokale am Canal Grande
Gesamtstrecke 91,33 km
Zeit in Bewegung 6 h 07'
Gesamtzeit 9 h 03
Temperatur in der Früh 17 °C, tagsüber bis zu 29 °C
Sonne pur den ganzen Tag
Summe aller Steigungen: 769 m
Höhe Poreč: 12 m ü NHN
Höhe Triest: 16 m ü NHN














Die strasse übers Meer bei Antenal. Immer wieder fein. Das letzte mal bei Sturm und Schwerregrn gefahren. Kein Spass..... der kroatische Teil ist wirklich viel schöner lgm
AntwortenLöschenJa, das hat mir sehr gut gefallen! Ich hatte keinen Sturm und keinen Regen :-) Das ist dann sicher kein Spaß
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